Transport- & Speditionsversicherung

Kleidung, Küchengeräte, Bücher, Autos, Möbel – die Liste an Gütern, die bestellt und damit von Speditionen und Transportunternehmen von A nach B transportiert werden müssen, lässt sich fast unendlich fortführen. Doch die Speditionen und Frachtführer müssen sich gegen Schäden absichern. Schließlich lauern Gütern, die per Luft-, See-, Schienen- und Straßenfracht versendet werden, allerlei Gefahren auf ihrem Weg. Aus diesem Grund wird eine Speditionsversicherung abgeschlossen. Sie dient als Oberbegriff für die Bereiche Haftungsversicherung und Transportversicherung (gesetzlich geregelt ab §§ 113 bzw. §§ 140 VVG). In meiner Kanzlei in Düsseldorf berate ich gewerbliche Mandanten bei Fragen zum Thema Transport- und Speditionsversicherung – damit einem erfolgreichen Geschäft nichts entgegensteht.

Speditions-LKW auf Straße - Versicherungsrecht

Was versteht man unter einer Haftungsversicherung?

Diese Versicherung sichert den Spediteur gegenüber Forderungen aus Schäden im Rahmen der Haftungshöchstgrenzen ab, die die Allgemeinen Deutschen Speditionsbedingungen (ADSp) bzw. das HGB vorgeben. Der Spediteur ist zum Abschluss dieser Versicherung gesetzlich verpflichtet. Hierzu ist eine genaue Betriebsbeschreibung für den Versicherer nötig, in der alle Tätigkeiten des Spediteurs aufgeführt sind. Sie dient als Basis für die Risikobewertung, aufgrund der die Versicherung die Prämie festlegt. In die Prämie ist eine Vorsorgeversicherung einbezogen, die eventuelle Tätigkeiten mit abdeckt, die nicht in der Betriebsbeschreibung stehen. Diese neuen Tätigkeiten müssen der Versicherung allerdings nach spätestens einem Monat als neues Risiko angezeigt werden. Anschließend ist nach spätestens 2 Monaten eine neue Prämie auszuhandeln.

Für die Haftungsversicherung besteht ein Jahresaggregat/Jahresmaximum. Das bedeutet, die Versicherung übernimmt die Kosten für Leistungen bis zu diesem Maximalwert. Eine Selbstbeteiligung (üblich 15%, minimal 150 €, maximal 2500 €) fällt ebenfalls an. Gerne berate ich Sie ausführlich in meiner Kanzlei in Düsseldorf zur Haftungsversicherung.

Folgendes hat der Spediteur zu beachten, um seine Rechte geltend zu machen:

  • Vor dem Schaden:
  • Auswahl der Frachtführer gewissenhaft durchführen
  • Technischen Zustand der Fahrzeuge überprüfen
  • Schnittstellenkontrolle organisieren

Nach dem Schaden:

  • Informieren der Versicherung, evtl. Polizei
  • Minderung des Schadens erwägen
  • Rechtsansprüche wahren
  • Reklamationspflichten beachten

Hinweis: Erhöht sich die Schadensquote außerordentlich, kann die Versicherung einen Zuschlag verlangen. Diese Schadensquote errechnet sich folgendermaßen:
Schadensquote = (Schadensersatzleistungen × 100) ÷ Prämienleistungen

Transportversicherung

Die Transportversicherung ist eine Sachversicherung und kann eine Speditionsversicherung ergänzen, da diese nur bis zu der von ADSp/HGB vorgegebenen Höchstgrenze zahlt. Sie sichert dem Kunden Schadensersatz in Höhe des Warenwertes zu. Im Fall eines Schadens wird damit der Teil, der in den Haftungshöchstgrenzen nach ADSp/HGB liegt, von der Haftungsversicherung des Spediteurs getragen. Die Differenz zwischen Warenwert und Höchsthaftung wird von der Transportversicherung gedeckt. Zusatzleistungen, wie z. B. der Ersatz von Güterfolgeschäden, können in der Transportversicherung gegen eine höhere Prämie ebenfalls abgedeckt werden.

Die Transportversicherung ist, im Gegensatz zu der oben erwähnten Haftungsversicherung, keine Pflichtversicherung. Der Spediteur kann frei entscheiden, ob er eine Transportversicherung abschließt. In der Regel sichert er dann entweder alle Sendungen oder keine Sendung ab. Wenden Sie sich bei Fragen zur Transportversicherung gerne an meine Kanzlei in Düsseldorf.

 
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